Steff Adams


Galerie Friederike Dorsel, Heimbach

Auftakt nach Maß für die Frühjahrsausstellung

(ale) 27.05.2008, 16:47

 

Heimbach. Für ihre Frühjahrsausstellung hat die Galerie Friederike Dorsel wieder eine anspruchsvolle Mischung von Kunst und Kunsthandwerk zusammengetragen. Am Sonntag wurde die Ausstellung mit vielen Gästen in guter Stimmung eröffnet.

Draußen erklangen die Töne einer Oboe, gespielt von Josef Cremers, darein mischte sich Vogelgezwitscher – ein Auftakt nach Maß für die Frühjahrsausstellung. Friederike Dorsel zeigte wie immer leichte Nervosität, aber auch große Dankbarkeit und Erleichterung, dass mit Hilfe von Familie und Freunden wieder einmal ein Haus voller Kunst seine Türen öffnen konnte.

Dr. Dorothea Eimert, Direktorin des Leopold-Hoesch-Museums, sprach eröffnende Worte, denn sie kennt die meisten ausstellenden Künstlerinnen und Künstler persönlich und schätzt sie sehr. So zum Beispiel Karl Hackstein, der in der Burg Maubach ein Atelier hat.

Er sei mit seiner Kunst auf einer ständigen Suche, als Gestalter und Interpret. Sein Bild «Spiritual Moments» lässt einen Indianer mit buntem Federschmuck erkennen, er scheint in einem dunklen Raum in Kontemplation versunken zu sein.

 

«Alles ist fließend»

Steff Adams arbeitet seit 1994 als freie Künstlerin. Ihre Skulpturen, meist aus Pappmaché, sind mit Tapetenmustern und Zeitungsausschnitten beklebt. «Die Fantasiewesen geben unserer Zeit Ausdruck. Alles ist fließend», erläuterte Dorothea Eimert.

Tatsächlich betrachteten die Besucher die Figuren recht intensiv, stellten sich Fragen zu diesen Wesen, die teils wie skurrile Puppen aussehen. «Roland» ist eine dürre Gestalt, die auf einem Stuhl sitzt, überlange Gliedmaßen fallen auf. Man muss sich Zeit nehmen für die umfangreiche Ausstellung.

Die Patchworks von Birgit Hansen faszinieren durch ausgefallene Einfälle und feinste handwerkliche Verarbeitung. Ein genähtes Bild zeigt beispielsweise auf schwarzem Grund eine Stoffrolle in Weiß- und Rottönen. Die unglaublich präzise Arbeit nimmt den Betrachter gefangen.

 

Wieder einmal überrascht Ilona Braun mit originellen Schmuckobjekten: Antike Porzellan-Puppenköpfe hat sie in einer Thüringer Manufaktur gefunden. Sie verarbeitet sie zu Kettenanhängern, beklebt sie mit Silber und Karneolen.

Eva Schellers Glasarbeiten scheinen Geheimnisse zu haben. Besonders die Objekte aus dichroitischem Glas fesselten die Besucher.

Das rätselhafte, wechselnde Farbenspiel der Glasscheiben, gepaart mit der Kraft der Lochsteine – hier findet man Glücksmomente.

Bis zum 15. Juni kann man die Ausstellung In den Wingerten in Heimbach/Hasenfeld besuchen.

Die Schau ist täglich von 11 bis 13 Uhr und von 15 bis 18 Uhr geöffnet, darüber hinaus samstags und sonntags durchgehend und nach Vereinbarung.

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